Ein milder Herbst hat in Berlin einen ungewöhnlich frühen Auftakt der winterlichen Marktzeit ermöglicht. Bereits am 31. Oktober öffnete die Winterwelt am Potsdamer Platz. Dazu kommen zahlreiche weitere Standorte, die ihre Stände schon Wochen vor dem Totensonntag aufgebaut haben. Die Vielfalt ist groß. Besucher können aus über 60 Angeboten wählen. Die frühe Öffnung sorgt laut Michael Roden für bis zu 30 Prozent mehr Umsatz. Einige Bezirke verlängern zudem ihre Vermietungen, was zusätzliche Einnahmen bringt. Eine gute Übersicht zu aktuellen regionalen Entwicklungen findet sich etwa in diesem Beitrag zu Brandenburgs Wirtschaft.
Inhaltsverzeichnis:
- Frühe Wintermärkte in Berlin
- Glühweinpreise und Angebot an der Gedächtniskirche
- Kuriose, neue und ungewöhnliche Weihnachtsmärkte
- Wasserlagen und internationale Einflüsse
- Uriges Handwerk und nachhaltige Konzepte
- Mittelalter Flair auf Berliner Märkten
Frühe Wintermärkte in Berlin
Überblick der geöffneten Standorte
Die ersten Anlaufpunkte für frühe Besucher stehen fest. Drei Orte laden bereits zu Beginn des Monats ein. Wichtig sind dabei folgende Daten
- Winterwelt am Potsdamer Platz bis 31.12
- Weihnachts Rummel an der Landsberger Allee vom 1.11 bis 28.12
- LGBTQIA Winterdays und Christmas Avenue vom 4.11 bis 23.12
Im Vorjahr zählte man rund 60 Märkte. Alle Märkte, die vor dem 24.11 öffnen, gelten als Wintermärkte. Das erklärt der Schaustellerverband Berlin. Danach spricht man klassisch von Weihnachtsmärkten. Verschiedene Regionen in Brandenburg bereiten zeitgleich saisonale Veranstaltungen vor, die sich gut mit einer winterlichen Tour verbinden lassen. Eine passende Inspiration dazu bietet der Artikel über regionale Spezialitäten.
Glühweinpreise und Angebot an der Gedächtniskirche
Preisspannen und wirtschaftliche Lage
Michael Roden nennt konkrete Zahlen. Die Tasse Glühwein soll 5 bis 6 Euro kosten. Maßgeblich sind steigende Energie und Personalkosten.
Auf dem Markt an der Gedächtniskirche lag der Preis im Vorjahr bei 7,50 Euro und stellte damit einen Rekord dar. Händler benötigen teils drei Wochen, bis ihre Ausgaben gedeckt sind. Fallen Besucherzahlen gering aus, entstehen Einbußen. Die Stadt profitiert ebenfalls durch längere Mietzeiten.
| Standort | Preis 2024 | Erwarteter Preis 2025 |
|---|---|---|
| Gedächtniskirche | 7,50 € | 5–6 € laut Verband |
| Andere Berliner Märkte | 5–6 € | stabil laut Schaustellerverband |
Kuriose, neue und ungewöhnliche Weihnachtsmärkte
Blutspende und Designmärkte
Ein außergewöhnliches Konzept bietet der Bloody X Mas Markt am 28 und 29.12. Er wirbt für Blutspenden. Gut besucht sind auch Märkte mit Designschwerpunkt. Dazu gehören
- Holy Shit Shopping am 29 und 30.11
- Merry Markthalle in der Markthalle IX am 7, 14 und 21.12
- Weihnachtsrodeo im Colosseum am 13 und 14.12
Neu im Jahr 2025 sind vier weitere Orte, darunter das Winterquartier Berlin im Rudolfkiez und der Markt am KaDeWe. Der Markt am ehemaligen Flughafen Tegel öffnet erstmals am 29 und 30.11.
Wasserlagen und internationale Einflüsse
Märkte am Wasser und Kahnfahrten im Spreewald
Berlin bietet mindestens zwei Märkte direkt an Gewässern. Besucher gelangen zum Winterzauber am Strandbad Wendenschloss per BVG Fähre. Unklar ist noch das genaue Datum. Ebenso beim Orankelichter Markt. In Brandenburg finden weitere Termine statt. Dazu zählt Wünsdorf am 29.11. Ergänzend gibt es Spreewaldweihnachten mit Kahnfahrten ab Lübbenau. Die Plätze sind begrenzt.
Märkte mit internationalem Charakter
Viele Standorte haben skandinavische Wurzeln. Dazu zählen
- Lucia Markt in der Kulturbrauerei vom 24.11 bis 22.12
- finnischer Basar am 15 und 16.11
- schwedischer Basar vom 28 bis 30.11
- dänischer Markt am 29 und 30.11
- norwegischer Julebasar am 6.12
Ergänzt wird das Angebot durch englische, italienische und niederländische Veranstaltungen. In Potsdam öffnen zudem der Hofweihnachtsmarkt in Alexandrowka und der Böhmische Weihnachtsmarkt auf dem Weberplatz. Passend dazu lohnt ein Blick auf besondere Orte in der Region, etwa in den Empfehlungen zu Geheimtipps für Naturfreunde.
Uriges Handwerk und nachhaltige Konzepte
Traditionelle Angebote
Wer Wert auf ruhige Atmosphäre legt, findet in Berlin mehrere Märkte mit Handwerksfokus. Dazu gehören die Späth schen Baumschulen an vier Terminen sowie Hanff s Ruh Ende November. Auf Lehmanns Bauernhof wird an zwei Adventswochenenden geöffnet.
Nachhaltige Märkte
Drei Adressen stehen für umweltbewusste Ausrichtung.
- Ökowerk am Teufelssee am 23.11
- Umwelt und Weihnachtsmarkt in der Sophienstraße an sechs Tagen
- Solidarischer Wintermarkt im Görlitzer Park am 13 und 14.12
Besucher können dort faire Produkte und regionale Angebote kaufen. Sie finden Workshops, ökologische Stände und saisonale Gastronomie.
Mittelalter Flair auf Berliner Märkten
Historische Konzepte
Fans mittelalterlicher Atmosphäre besuchen den historischen Markt auf dem RAW Gelände vom 13.11 bis 22.12. Ein weiterer Standort befindet sich am Schloss Britz. Er verbindet skandinavische Einflüsse mit alten Traditionen und bietet Termine an vier Wochenenden.
Damit präsentiert Berlin auch 2025 eine Vielfalt aus über 60 Märkten, die durch frühe Öffnung, besondere Themen und neue Standorte geprägt ist.
Quelle: RBB24, GLOBEWINGS