Die Verwaltungen in Brandenburg sind größtenteils auf den Wechsel von Windows 10 zu Windows 11 vorbereitet. Eine rbb-Umfrage ergab, dass viele Landkreise ihre Systeme bereits aktualisiert haben oder kurz vor dem Abschluss stehen. Hintergrund ist das Ende der kostenlosen Sicherheitsupdates für Windows 10 ab Mitte Oktober.
Inhaltsverzeichnis:
- Elbe-Elster und Havelland weit voraus
- Märkisch-Oderland mit Nachholbedarf
- Speziallizenzen in Potsdam und Dahme-Spreewald
- Schulen mit längeren Fristen
Elbe-Elster und Havelland weit voraus
Die Landkreise Elbe-Elster und Havelland haben ihre Umstellung bereits vollständig abgeschlossen. Auch die Stadt Cottbus ist nahezu fertig. Im Landkreis Spree-Neiße müssen noch 30 Geräte angepasst werden. In Frankfurt (Oder) sind 80 Prozent der Rechner aktualisiert, in Ostprignitz-Ruppin zwei Drittel.
- Elbe-Elster: 100 Prozent
- Havelland: 100 Prozent
- Frankfurt (Oder): 80 Prozent
- Ostprignitz-Ruppin: 66 Prozent
Mehrere Landkreise, darunter Teltow-Fläming und Oberspreewald-Lausitz, wollen bis Oktober ihre Arbeiten beendet haben.
Märkisch-Oderland mit Nachholbedarf
Die niedrigste Quote hat derzeit Märkisch-Oderland mit 50 Prozent umgestellten Rechnern. Der Landkreis plant, ebenfalls bis Mitte Oktober vollständig umgestellt zu sein. Eine Ausnahme bildet der Landkreis Prignitz. Dort wird die Umstellung bis Mitte November dauern, da ein zusätzlicher Zeitpuffer vorgesehen ist.
Speziallizenzen in Potsdam und Dahme-Spreewald
Die Landeshauptstadt Potsdam und der Landkreis Dahme-Spreewald sind nicht direkt betroffen. Durch spezielle Lizenzen von Microsoft erhalten sie auch nach Oktober weiterhin Unterstützung für Windows 10. Der Wechsel zu Windows 11 soll hier erst in einigen Jahren erfolgen.
Schulen mit längeren Fristen
Anders als in den Verwaltungsstellen läuft es in den Schulen. Der Zweckverband Digitale Kommunen Brandenburg (Dikom) meldet, dass eine vollständige Umstellung im Bildungsbereich nicht möglich sein wird. Grund ist die große Anzahl an Geräten.
Brandenburg an der Havel plant die Umstellung seiner Schulrechner erst bis 2026. Die Stadt sieht keine unmittelbaren Risiken, da Sicherheitssoftware im Einsatz ist. Betroffene Geräte sollen außerdem ab Mitte Oktober mit kostenpflichtigen Updates von Microsoft versorgt werden. Die Kosten dafür gelten laut Landkreis Ostprignitz-Ruppin als tragbar.
Quelle: rbb24, YouTube, GIGA