Umgestürztes Löschfahrzeug nach Einsatz
Umgestürztes Löschfahrzeug nach Einsatz, pixabay/Foto illustrativ

In der Nacht zu Dienstag ereignete sich im Landkreis Oberhavel ein schwerer Unfall. Ein Tanklöschfahrzeug kam von der Straße ab und kippte um. Alle Insassen wurden verletzt. Die Polizei spricht von einem erheblichen Sachschaden.

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Lastwagen zwingt Feuerwehr zum Ausweichen

Kurz nach Mitternacht kam es auf der Landstraße 222 zwischen Gransee und Großwoltersdorf zu einem Verkehrsunfall mit einem Feuerwehrfahrzeug. Nach Angaben der Polizei war ein entgegenkommender Lastwagen teilweise auf der falschen Spur unterwegs. Um einen Frontalzusammenstoß zu verhindern, wich der Fahrer des Löschfahrzeugs aus.

Dabei verlor der Feuerwehrwagen die Kontrolle, streifte einen Baum und kippte auf einer Wiese seitlich um. An Bord befanden sich sechs Mitglieder der freiwilligen Feuerwehr im Alter von 21 bis 62 Jahren. Sie waren auf dem Rückweg von einem Einsatz. Alle sechs wurden verletzt in ein Krankenhaus eingeliefert. Nach ersten Informationen handelt es sich um leichte Verletzungen.

Schaden in Höhe von 300.000 Euro

Der entstandene Sachschaden wird von der Polizei auf rund 300.000 Euro geschätzt. Das Feuerwehrfahrzeug wurde dabei erheblich beschädigt. Zur Bergung musste ein Kran eingesetzt werden. Die Landstraße blieb bis etwa 9:30 Uhr gesperrt.

Der 48-jährige Lkw-Fahrer setzte seine Fahrt zunächst fort. Die Polizei konnte ihn jedoch später ausfindig machen. Er erklärte, den Unfall nicht bemerkt zu haben. Laut seiner Aussage blieb er unverletzt.

Polizei untersucht das Fahrverhalten des Lkw-Fahrers

Die Polizei prüft nun die genauen Umstände des Unfalls. Insbesondere steht im Raum, warum der Lastwagenfahrer auf die Gegenspur geriet. Die Ermittler gehen derzeit von einem Fahrfehler aus.

Folgende Punkte sind Gegenstand der laufenden Ermittlungen:

  • Fahrweise des Lkw-Fahrers zum Unfallzeitpunkt
  • Geschwindigkeit beider Fahrzeuge
  • Zustand der Landstraße und Sichtverhältnisse
  • Mögliche technische Defekte

Feuerwehrleute außer Lebensgefahr

Alle sechs Feuerwehrmänner befinden sich außer Lebensgefahr. Die Verletzungen wurden als leicht eingestuft. Dennoch mussten sie zur medizinischen Beobachtung ins Krankenhaus gebracht werden. Für die Freiwillige Feuerwehr war es ein Einsatz mit schweren Folgen – nicht durch das Feuer, sondern auf dem Rückweg danach.

Quelle: RBB24