Austausch zum Radverkehr in Brandenburg
Austausch zum Radverkehr in Brandenburg, Foto: pixabay

Rund 290 Fachleute kamen am 17. und 18. Juli in Wildau zur Landesradverkehrskonferenz 2025 zusammen. Die zweitägige Veranstaltung, ausgerichtet an der Technischen Hochschule Wildau, stand unter dem Motto „Radverkehr verbindet“. Eingeladen hatten das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg, das Netzwerk Natur-Aktiv sowie die Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH. Ziel war es, Strategien zu bündeln, den Austausch zu fördern und neue Impulse für den Radverkehr und den Fahrradtourismus zu setzen.

  • Veranstaltungsort: Technische Hochschule Wildau
  • Teilnehmende: ca. 290
  • Veranstalter: Infrastrukturministerium Brandenburg, Netzwerk Natur-Aktiv, Tourismus-Marketing Brandenburg
  • Themen: Radverkehr, Tourismus, Digitalisierung, Stadtentwicklung

Inhaltsverzeichnis

Ulrike Finck und Christina Woronka setzen Impulse

Der erste Konferenztag stand im Zeichen interdisziplinärer Zusammenarbeit. Unter dem Leitthema „Radverkehr verbindet – Strategien, Projekte und Akteure in Brandenburg“ moderierte die Rundfunkjournalistin Ulrike Finck das Programm. Im Mittelpunkt der Auftaktveranstaltung stand das Plenum „Gut vernetzt – Gemeinsam für mehr und sicheren Radverkehr“. Zu den Rednerinnen gehörte unter anderem Christina Woronka von der Tourismus-Marketing Brandenburg GmbH.

Ein zentrales Thema war das zehnjährige Bestehen der Arbeitsgemeinschaft Fahrradfreundliche Kommunen Brandenburg. Dana Klaus vom Tourismusverband Dahme-Seenland diskutierte mit anderen Vertreterinnen und Vertretern, wie Kommunen fahrradfreundlicher werden und dabei nachhaltige Vernetzung gelingen kann.

Im Rahmen des Fachforums „Radverkehr ist up to date“ wurde eine neue Datenplattform vorgestellt. Diese Plattform soll baulastenträgerübergreifend arbeiten und relevante Informationen zum Radverkehr auf einer digitalen Karte bündeln. Ziel ist eine transparente, aktuelle und nutzerfreundliche Datengrundlage für Planerinnen und Planer im ganzen Land.

Städtebau durch Rad- und Fußverkehr

Ein zweites Fachforum beschäftigte sich mit dem Potenzial des Rad- und Fußverkehrs für die Stadtentwicklung. Rund 200 Teilnehmende aus Verwaltung, Tourismus, Verkehrsplanung und Zivilgesellschaft nutzten die Gelegenheit zum Austausch. Diskutiert wurde unter anderem, wie nachhaltige Mobilität in den kommunalen Entwicklungsprozess eingebettet werden kann. Auch Fragen zu Infrastruktur, Sicherheit und Barrierefreiheit wurden konkret angesprochen.

Die Diskussionen führten zu ersten Projektideen und Handlungsempfehlungen, die in den jeweiligen Arbeitskreisen weiterverfolgt werden sollen. Der starke Praxisbezug der Beiträge machte deutlich, wie wichtig lokale Umsetzungsstrategien für den Erfolg überregionaler Mobilitätswende-Prozesse sind.

Neue Impulse im Fahrradtourismus

Am zweiten Tag lag der Fokus auf innovativen Ansätzen im touristischen Radverkehr. Die Moderation übernahm Iris Hegemann. Der thematische Schwerpunkt „Fahrradtourismus neu gedacht – Trends, Technik, Teams“ wurde durch vier Sessions vertieft. An der inhaltlichen Gestaltung waren unter anderem das Elbe-Elster-Land e.V. und die WITO Barnim GmbH beteiligt.

In den Workshops wurden folgende Themen diskutiert:

  1. Digitale Navigation – Die Einführung der Knotenpunktwegweisung zur besseren Besucherlenkung.
  2. Qualitätssicherung – Eine neue Stakeholdermap zeigte strukturelle Anforderungen an dauerhafte Qualitätsstandards.
  3. Produktentwicklung – Am Beispiel Gravel-Bike-Touren wurde gezeigt, wie touristische Produkte entstehen.
  4. Datenqualität – Der Fokus lag auf der Optimierung digitaler Tourendarstellungen und klaren Routenkriterien.

Rund 90 Fachleute nahmen am zweiten Konferenztag teil und nutzten die Workshops für konkrete Projektansätze und neue Partnerschaften.

Nachhaltige Mobilität braucht Zusammenarbeit

Die Landesradverkehrskonferenz 2025 unterstrich den hohen Stellenwert von Vernetzung, Digitalisierung und Nachhaltigkeit im brandenburgischen Radverkehr. Deutlich wurde, dass Mobilitätspolitik und Tourismusentwicklung enger zusammengedacht werden. Die Vielzahl an teilnehmenden Institutionen, Organisationen und Expertinnen aus verschiedenen Sektoren zeigte, wie breit das Engagement für zukunftsweisende Radverkehrslösungen gefächert ist.

Das Team der Wirtschafts- und Tourismusentwicklungsgesellschaft des Landkreises Barnim engagiert sich weiterhin aktiv für die Positionierung der Reiseregion Barnimer Land. Ziel bleibt, das touristische Angebot weiter auszubauen und neue Zielgruppen zu erschließen.

Brandenburg nutzt den Rückenwind der Konferenz, um Radverkehr und Tourismus auf eine gemeinsame, nachhaltige Spur zu bringen.

 Quelle: Barnim-Aktuell